Kroatien - Juli 2007 - Kathi & Christopher
 

Zunächst einiges wissenswerte über dieses schöne und doch so lange vom Krieg heimgesuchte Land an der Adria:
Kroatien erstreckt sich von den östlichen Alpenrändern im Nordwesten und vom pannonischen Flachland im Osten, über das Dinara-Gebirge im mittleren Teil und bis zur Adriaküste im Süden des Landes. Die Fläche des Festlandes beträgt 56.542 km2 und die Fläche der territorialen Gewässer beträgt 31.067 km2. Kroatiens Küstenlänge beträgt 5835 km - davon sind 4057 km Küste der Inseln, Klippen und Felsen. Es gibt hier insgesamt 1185 Inseln, Klippen und Felsen, davon sind insgesamt 67 Inseln bewohnt. In ganz Kroatien leben etwa 4.400.000 Menschen, davon 770.058 in der Hauptstadt Zagreb. Im Norden Kroatiens herrscht kontinentales Klima, im mittleren Teil des Landes Gebirgsklima und an der Küste mediterranes Klima vor. Die Wintertemperaturspanne reicht von -1 zu 10°C in der kontinentalen Region, von -5 zu 0°C in der Gebirgsregion und von 5 zu 10°C im Küstengebiet. Die Sommertemperaturspanne von 22 zu 26°C in der kontinentalen Region, von 15 zu 20°C in der Gebirgsregion und von 26 zu 30°C im Küstengebiet. Kroatienstauchschulen haben meist von April bis September geöffnet.
Unsere kleine Segel-Tauch-Rundreise via Katamaran haben wir in Skradin begonnen. Unser erstes Ziel sollte die Insel Vis sein, genauer Komiza.

Vis befindet sich für kroatische Verhältnisse ziemlich weit auf Hochsee, wo sie von Brusnik, Svetac, Jabuka und Palagruza umgeben ist. Mit dem weiten Land und dem Meer in Sicht hatten die Inselbewohner vor langer Zeit gelernt, auf Hochsee zu leben. Sie besaßen viele Schiffe und wussten wo sich die besten Posten befinden, ihnen waren die größten Geheimnisse des Fischfangs bekannt. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb liegen rund um Vis eine Vielzahl von Wracks, viele von ihnen sind auch für Sporttaucher zu erreichen.

Mit einer der ortsansässigen Tauchschulen erkundeten wir 2 mal die Vasilios, sowie einige beeindruckende Steilwände.
Die Vasilios - ein Steintransportschiff- sank vor etwa 80 Jahren auf Grund eines Navigationsfehlers. Sie bietet heute eine wunderschöne Unterwasser Flora und Fauna und ist häufig von großen Fischschwärmen besucht. Trotz der unglaublichen Sichtverhältnisse von über 40 Metern gelang es uns nicht einen Blick auf das Heck des Wracks zu erlangen. Denn die Vasilios liegt seitlich auf einer Tiefe von 25-55m und erstreckt sich über eine Länge von 104m, die Höhe beträgt etwa 16m. Beide male arbeiteten wir uns vom flach gelegenen Bug bis etwa zum zweiten der vier großen Masten vor.

Auch die Steilwände sind einen oder mehrere Tauchgänge wert, sie liegen zahlreich an der Küste der Insel einige auch unverhofft im Meer. Die meisten erstrecken sich von der Wasseroberfläche aus gesehen bis in eine Tiefe von über 80 Metern. Wir bekamen unglaublich viele rote und gelbe Gorgonen zu Gesicht, einige große Drachenköpfe, Langusten und sogar die Eier von Tigerhaien. Sie thronten friedlich von ihren Eltern verlassen auf Gorgonen an den Felswänden.

Als nächstes steuerten wir Vis-Stadt an. Nach dem die passende Tauchschule gefunden war erlebten wir hier ebenso schöne Tauchgänge. Diesmal in zwei verschiedenen Grotten die außerhalb Vis' liegen und per Tagestour angeboten wurden und Tauchgänge zu Felswänden im Meer auf die nur ein von Kormoranen bewachter Felsen deutete.

Besonders faszinierend blieb uns hier die so genannte grüne Höhle in Erinnerung, die durch ein wahrhaft einzigartiges Lichtspiel faszinierte. Durch ein Loch in der Felsdecke drangen Sonnenstrahlen bis auf den Meeresgrund auf und sammelten sich wie ein gebündelter Laserstrahl auf einem Fels.

Ein besonderes Highlight bot ein Oktopus der von unserem Diveguide aus seinem Versteckt gelockt wurde und der nachdem er für ihn nichts spannendes zu sehen bekam -"Schon wieder die komischen mit den Flaschen auf dem Rücken" - mit weit ausgebreiteten Armen in seinem Loch verschwand.

Nach einem Schnorchelausflug in einer kleinen Bucht in Hvar steuerten wir unser letztes Ziel an, Rogoznica auf dem Kroatischen Festland. Rogoznica ist bekannt als der Ort mit dem saubersten Meer an der ganzen Adria. Hunderte kleiner Buchten und Inseln sind auch hier ein idealer Ort zum Tauchen. Zum Abschluss des gelungen Urlaubs erleben wir auch hier zwei schöne Tauchgänge. Abermals eine Felswand sowie ein zerbrochenes in Einzelteilen auf dem Meeresgrund liegendes Wrack. Ein alter Kohletransporter der auf einer maximaltiefe von 22 Metern liegt. Auch hier bekamen wir die Schönheit der Unterwasserwelt zu Gesicht und zum Abschied auch noch einen freischwimmenden Oktopus.
Tschüß schönes Kroatien bis zum nächsten mal … und das wird ganz bestimmt schon recht bald sein!


K.Brönnecke